Feldstecher – Fernglas Hersteller – Modelle – Übersicht

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Unter einem Fernglas versteht man allgemein ein handliches Fernrohr mit zweifachem Okular. In der Umgangssprache wird das Fernglas auch als Feldstecher bezeichnet, aber ebenfalls die Bezeichnungen Binokular oder Prismenglas sind gängig. Wird das Fernglas für eine bessere Sicht bei Theater oder Oper verwendet, spricht man auch von einem Opernglas. In der Seemannssprache ist der Ausdruck Kieker gängig. Der Feldstecher ermöglicht es seinem Besitzer mit nur einer Hand Dinge aus der Ferne zu vergrößern und mithin näher zu betrachten. Die Einsatzmöglichkeiten, ob zur Jagd, zum Sport, zur Himmelssichtung oder für diverse Hobbys und Berufe, sind sehr vielfältig. Mehr zu den einzelnen Einsatzmöglichkeiten von Ferngläsern findest du in unserem großen Fernglas Test.

Ferngläser berühmter Marken

Zeiss

Die Carl Zeiss AG hat sich als Unternehmen der industriellen feinmechanischen Optik im Markt weltweit etabliert. Mittlerweile hat das Unternehmen weltweit in über 40 verschiedenen Ländern Standorte. Die Gründung der Firma geschah bereits im Jahre 1846 in Jena. Der heutige Hauptsitz befindet sich in Oberkochen. Neben der Entwicklung von Ferngläsern, Brillengläsern und Film- und Fotoobjektiven, beschäftigt sich Zeiss ebenfalls mit der Auto-, Halbleiter- und Maschinenbauindustrie, sowie der medizintechnischen und biomedizinischen Forschung verschrieben. Zeiss bietet eine besonders große und hochwertige Auswahl an Ferngläsern verschiedenster Art. Für jeden Einsatzbereich ist das passende Objekt zu finden. Zu den Premiumobjekten gehört unter anderem das Victory HT Fernglas, welches der hellste Feldstecher auf dem heutigen Markt ist. Hier gehts zu den Zeiss Ferngläsern.

Steiner

Die Steiner Optik GmbH ist ein weltweit bekannter Hersteller von Ferngläsern. Seinen Satz hat das Unternehmen in Bayreuth. Bis zu 250.000 Feldstecher produziert Steiner jedes Jahr. Die Gründung erfolgte im Jahre 1947. Steiner zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es weltweit das einzige Unternehmen ist, welches sich allein auf die Entwicklung und Herstellung von Ferngläsern spezialisiert hat. Bei Steiner findet man ein umfangreiches Sortiment, welches den Bedarf an Feldstechern für die Einsatzgebiete der Jagd, der See, der Naturbeobachtung, sowie des aktiven Outdoorbereichs abdecken kann. Auch für das Militär und die Polizei werden spezielle Varianten entwickelt. Damit ist Steiner der weltgrößte Hersteller von Ferngläsern für den militärischen Einsatz. Einige Innovationen auf dem Markt der Feldstecher kann das Unternehmen für sich verbuchen. Als erstes Unternehmen weltweit produzierte Steiner Ferngläser, welche mit Stickstoff befüllt waren. Ebenfalls erstmalig stellte die Firma Ferngläser mit Peilkompass und welche mit Laser-Schutzfiltern her.

Minox

Das deutsche Unternehmen Minox zeichnet sich durch die Produktion hochwertiger Kameras, Ferngläser und anderer optische Instrumente aus. Die GmbH wurde 1945 in Wetzlar gegründet. Dort befindet sich bis heute der Firmensitz. Das Unternehmen wurde vor allem durch seine Kleinstbildkamera, die als legendäre Spionagekamera Ruhm erreichte, bekannt. Deshalb steht Minox für höchste Qualität bei kompaktester Bauweise. Dieses Motto verwirklicht sich auch in den besonders leichten, raumsparenden und handlichen Ferngläsern des Herstellers. Bei Minox wird auch besonderer Wert auf das Design der Feldstecher gelegt. Seit dem Jahre 1993 wurde das Sortiment des Unternehmens auf Ferngläser in verschiedenen Ausführungen ausgeweitet. Hier gehts zu den Minox Ferngläsern.

Bresser

Das als GmbH organisierte Unternehmen Bresser hat sich auf die Herstellung und Entwicklung von astronomischen Teleskopen und dessen Zubehör, sowie Lupen, Mikroskope und Ferngläser spezialisiert. Gegründet wurde die Firma im Jahre 1957 von Josef Bresser. Der Sitz liegt im nordrhein-westfälischen Rheine. Zunächst einmal beschränkte sich das Angebot des Unternehmens auf die Produktion von Ferngläsern. In den darauffolgenden Jahrzehnten erweiterte sich die Produktpalette deutlich. Im Jahre 1990 war Bresser sogar führender Hersteller von Feldstechern auf dem weltweiten Markt. Bresser steht mit einem breiten Sortiment an Ferngläsern für hochwertige Qualität und Zuverlässigkeit. So findet man hier Feldstecher für Jagd, Naturbeobachtung und Sport mit einer innovativen Mehrschichtvergütung aller Gläser, die für eine klarere Sicht und bessere Licht- und Kontrastverhältnisse sorgen. Die digitalen Ferngläser von Bresser eignen sich mit spezieller Technik für bessere Navigation besonders gut für den maritimen Einsatzbereich. Besonders beliebt sind die Ferngläser für den astronomischen Bereich. Ein großes Objektiv und eine hohe Vergrößerung sorgen für optimale Lichtverhältnisse in der Dunkelheit. Hier gehts zu den Bresser Ferngläsern.

Eschenbach

Die Eschenbach Optik GmbH ist ein Produzent und Vertreiber von optischen Geräten. Hierzu zählen vor allem Ferngläser, Sehhilfen und Brillen. Ihren Sitz hat die Firma in Nürnberg. Josef Eschenbach gründete die Firma bereits im Jahre 1913. In Deutschland ist das Unternehmen Marktführer in den Bereichen von Brillenfassungen und fernoptischen Geräten. Weltweit ist Eschenbach führend in der Produktion von Sehhilfen. In über 80 Ländern weltweit findet zurzeit der Vertrieb statt. Neben einer hochwertigen Verarbeitung seiner Feldstecher ist das Unternehmen auch für sein ansprechendes Design bekannt, welches bereits durch mehrere internationale Auszeichnungen bestätigt wurde. Als revolutionäre Erfindung des Unternehmens gilt die Titan Flex, eine besonders flexible Brillenfassung aus Titan mit einer speziellen Legierung für ein Formgedächtnis.

Leica

Die Aktiengesellschaft Leica Camera hat sich auf die Herstellung von optischen Geräten spezialisiert. Hierzu gehören insbesondere Ferngläser und Fotokameras. Das Unternehmen, welches im Jahre 1913 gegründet wurde, hat seinen Sitz in Wetzlar. Allerdings kann das Unternehmen eine weitreichendere Tradition in der Herstellung von optischen Produkten verbuchen, da die Leica Camera AG bereits auf das Optische Institut, welches im Jahre 1849 gegründet wurde, zurückzuführen ist. Mittlerweile zählt das Unternehmen zu den führenden Herstellern im Bereich der Produktion von Ferngläsern und Fotokameras. 1907 kam das erste Prismen Fernglas von Leica auf den deutschen Markt. Seitdem wird das Sortiment stetig vergrößert und die technische Entwicklung schreitet stets voran. Alle derzeitigen Feldstecher von Leica sind mit Stickstoff befüllt und durch ein selbstentwickeltes Vulkanisierungsverfahren besonders robust und resistent gegen äußere Einwirkungen.

Swarovski

Der österreichische Hersteller Swarovski hat sich besonders durch die Vermarktung von geschliffenem Kristallglas auf dem Markt etabliert. Jedoch ist das Unternehmen unter Kennern auch für die Produktion von hochwertigen optischen Präzisionsgeräten, wie Ferngläsern und Spektiven bekannt. Der Sitz des Unternehmens liegt im österreichischen Absam, Tirol. Die Gründung erfolgte im Jahre 1895. Die Kommanditgesellschaft Swarovski Optik, welche für die Herstellung der optischen Geräte zuständig ist, wurde im Jahre 1949 gegründet. Swarovski ist weltweit aktiv und gilt als Premiumhersteller von Ferngläsern. Hier gehts zu den Swarovski Ferngläsern.

Die Geschichte der Feldstecher

Die Geschichte des Fernglases ist relativ neu. Dagegen waren Fernrohre, welche als Vorgänger des heutigen Binokulars gelten, schon seit Jahrhunderten der Menschheit bekannt. Mit der Weiterentwicklung zu einem Fernglas wollte man einen dreidimensionalen Eindruck zusätzlich zur Vergrößerung weit entfernter Objekte schaffen. Durch verschiedene Experimente entdeckte man dabei, dass die Verwendung von zwei Fernrohren an jeweils einem Auge diesen Effekt hervorrufen konnte. Diese Entdeckung gilt als die Geburtsstunde des heutigen Binokulars. Die erste Verwendung fand der Feldstecher als Opernglas bei Theateraufführungen. Ab dem Jahre 1823 fertigte diese erstmalig Johann Friedrich Voigtländer in Wien an. Das Gesichtsfeld war allerdings noch sehr klein, der Feldstecher verfügte über keine Prismen und die Vergrößerungsleistung hielt sich in engen Grenzen. In den darauffolgenden Jahren fanden diese eigentlich als Operngläser entwickelten Ferngläser vermehrt Einsatz bei militärischen Aktionen. Dieser Verwendung verdankt das Binokular seiner umgangssprachlichen Bezeichnung als Feldstecher.

Als nächster bedeutender Höhepunkt in der Geschichte des Fernglases gilt die Patentanmeldung von der Firma Carl Zeiss in Jena am 9. Juli 1893 auf einen Feldstecher mit dem bis heute genutzten Porroprismen an. Im Jahre 1905 meldete das Unternehmen Hensoldt & Söhne in Wetzlar ein Fernglas mit Dachkant-Pentaprismen, welches es ab diesem Jahr erfolgreich auf dem Markt vertrieb. Ab dem Jahre 1917 wurden Weitwinkelokulare verwendet, welche ein weitaus breiteres Gesichtsfeld bieten konnten. Die recht unhandlichen Ferngläser wurden ab dem Jahre 1954 durch Feldstecher mit Teleobjektiven ersetzt, welche eine weitaus kompaktere Bauweise ermöglichen.

Auch in der neueren Zeit unterliegt das Fernglas einem ständigen Wandel durch modernste technische Erfindungen. So sind mittlerweile auch digitale Ferngläser auf dem Markt erhältlich.

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